Schutz unserer Bäume geht vor

Schutz unserer Bäume geht vor

In den vergangenen Tagen erlebt unsere Gemeinde eine ungeahnte Flut an Wahlplakaten. Fast leben hier wieder Gefühle wie bei der Bundestagswahl vor wenigen Wochen auf. Doch schon damals gab es entscheidende und verbindliche Richtlinien, wo und wie Wahlplakate aufgehängt werden dürfen. Man muss kein Verwaltungsfachmann sein, um diesen Vorgaben folgen zu können.

Meine Plakate finden sie an keinem Baum

Ich hänge bewusst keine Plakate an Bäumen unserer Gemeinde auf, die mit ihren Kabelbindern aus Plastik so tief in die junge Rinde einschneiden, dass ein weiteres Wachstum unserer schönen Ortsbegrünung gefährdet ist. Gerade bei solch stürmischem Wetter wie im Oktober und November können selbst lockere Kabelbinder und harte Plakatteile Scheuerstellen an einem Bäumchen hinterlassen.

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Plakate direkt an Bäumen sind tabu.

Wie sie bei einem Spaziergang durch Schönaich feststellen können, habe ich nur an Baumschonern plakatiert. Denn ich trete nicht nur für den Erhalt unserer neuen Bäumchen und der Umwelt in Schönaich ein, sondern für die nachhaltige Pflege von Gemeindeeigentum. Denn jedes neu gepflanzte Bäumchen, dass ersetzt werden muss, kostet unsere Gemeinde Geld, das an anderer Stelle dringend benötigt wird.

Wahlplakate dürfen uns nicht den Weg versperren

Ebenso gab es bereits bei der Bundestagswahl zahllose Missverständnisse bezüglich der Höhe von angebrachten Wahlplakaten. Auf Fuß-, Radwegen und Straßenlaternen muss zwingend eine Mindesthöhe eingehalten werden. Nur so können wir verhindern, dass sich Mitbürgerinnen und Mitbürger versehentlich am Kopf verletzen.

Abstand zu neutralen Einrichtungen ist Pflicht

Ebenfalls tabu ist ein direktes Plakatieren von neutralen Gemeindeeinrichtung, wie Rathaus oder Schulen. So soll die Neutralität der Verwaltung gegenüber den Kandidaten gewahrt bleiben. Richtlinie dafür ist ein Mindestabstand von 20 Metern Luftlinie ab Haupteingang.

Offizielle Mitteilung des Ordnungsamts Schönaich

Ich habe heute die offizielle Nachricht erhalten, dass sämtliche Kandidatinnen und Kandidaten verpflichtet sind, sich an den für alle gleichermaßen geltenden, gültigen Grundlagen des Plakatierens zu halten. Wahlplakate, die diesen Vorgaben nicht entsprechen, müssen durch die Betroffenen umgehängt werden oder werden vom Ordnungsamt zeitnah entfernt.

Meine Plakate finden Sie nur an Baumschonern!

Ich schätze mich sehr glücklich, dass davon laut Ordnungsamt keines meiner Wahlplakate betroffen ist.

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Darf man Wahlplakate privat abhängen?

Wahlplakate privat zu entfernen, ist in Deutschland strafbar. Denn es handelt sich um Sachbeschädigung von Privatbesitz mit einer Strafe von bis zu zwei Jahren Haft. Daher bittet Sie das hiesige Ordnungsamt und ich strittige Wahlplakate im Rathaus zu melden, anstatt auf eigene Faust zu handeln. Solche Plakate werden dann geprüft und gegebenenfalls entfernt.

Mehr dazu berichtet die Zeitung zum Thema: „Kein Kavaliersdelikt“.

Möchten Sie ein eigenes Wahlplakat?

Gerne freue ich mich nach der Wahl über Ihre Hilfe beim Abhängen. Sollten Sie ein eigenes Exemplar behalten wollen, ist das sicher möglich!

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