Offizielle Vorstellungsrede Jens Beranek

Offizielle Vorstellungsrede Jens Beranek

Gestern hatten Sie die Gelegenheit sich bei der offiziellen Vorstellungsrunde der Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Schönaich selbst zu überzeugen: Welche Kandidatin, welcher Kandidat liefert tatsächlich Inhalt und kann konkrete Punkte benennen? Wer hat Vorschläge, um uns aus dem Finanzloch heraus zu ziehen und wedelt nicht nur mit dem Haushaltsentwurf für 2018? Und wer hat großes Talent für eine gute Rede und gekonnte Ablenkungsmanöver? Natürlich hätte ich Ihnen gestern gerne und amüsant aufgezählt, wie viele tolle Ideen ich in meinem Leben bereits hatte. Wichtiger für mich war aber, Ihnen zu zeigen, dass ich jetzt die entscheidende Pläne für unsere Gemeinde habe.

Für alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, die der offiziellen Vorstellung der Kandidaten leider nicht beiwohnen konnten, stelle ich Ihnen hier meine offizielle Vorstellungsrede im Wortlaut Schwarz auf Weiß zur Verfügung.

Des Weiteren finden Sie diese sowie mein ausführliches, ausgearbeitetes Wahlprogramm ab sofort im Bereich „Downloads“ zu Ihrer Verfügung.

Hier klicken für die offizielle Vorstellungsrede von Jens Beranek – PDF

Hier klicken für das Wahlprogramm von Jens Beranek – PDF

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Schönaich ist mein Zuhause. Hier bin ich aufgewachsen. Hier lebe ich. Hier lebt meine Familie und hier möchte ich eine eigene Familie gründen. Während meiner Zeit bei der Bundeswehr habe ich erfahren, was Heimat bedeutet. Und wie entscheidend es ist, solch ein liebenswertes Umfeld für kommende Generationen zu bewahren.

Sie mögen sich fragen, warum ich nicht eher für das Amt des Bürgermeisters kandidiert habe? Mir liegt viel daran, meine Gemeinde nicht nur mit dem nötigen Fachwissen zu führen, sondern mit Lebensreife und umfangreichen, praktischen Erfahrungen. Mein Studium der Wirtschaftswissenschaften in Hohenheim legte dafür den Grundstein. Doch erst meine Tätigkeit als kaufmännischer Leiter unseres Familienunternehmens lehrte mich: Vorausschauend gesteckte Ziele sichern langfristig Erfolge, die anfänglich für unmöglich abgetan wurden.

Die finanzielle Situation unserer Gemeinde macht mir große Sorgen. Wenn ich in Ihre Gesichter blicke, bin ich mir sicher: Damit stehe ich hier nicht alleine. Schönaich liegt mir am Herzen. Und ich werde nicht untätig zusehen, wie das Leben aus unserer schönen Gemeinde herausgekürzt wird. Um dies zu verhindern, reicht es nicht mehr aus, der lächelnde Verwalter des aktuellen Status zu werden. Ich will und werde mein ganzes, konzentriertes Wissen als Wirtschaftsexperte zum Wohl unserer Gemeinde einsetzen: Um die Löcher in unserem Haushalt zu stopfen. Damit sich weder unsere Kinder, noch unsere Jugendlichen mit mangelhaften Notlösungen zufriedengeben müssen. Damit es in unseren Turnhallen nicht durch die Decke tropft und Familien und Senioren mit kleiner Rente bezahlbaren Wohnraum finden. Außerdem wollen die meisten von Ihnen doch nächstes Jahr wieder ins Schönaicher Freibad, oder?

Kurzfristig sehe ich viele Möglichkeiten zu optimieren, statt schlicht einzusparen. Für mich stehen meine Mitmenschen und deren Wohl immer an erster Stelle. In meiner bisherigen Laufbahn habe ich noch nie jemanden entlassen. Ich werde jetzt ganz sicher nicht damit anfangen.

Langfristig gelingt uns eine Kehrtwende nur, wenn der nächste Bürgermeister für mindestens eine volle Amtszeit Taten auf seine Worte folgen lässt. Dazu bin ich bereit! Dazu stehe ich mit meinem Wort! Ich sehe das Amt des Bürgermeisters unserer schönen Gemeinde nicht als Sprungbrett für eine kommunalpolitische Karriere!

Mit Elan und persönlichem Einsatz möchte ich anstehende Themen schrittweise, gemeinsam abarbeiten, was einen längerfristigen Zeithorizont benötigen wird, der deutlich über eine Amtsperiode hinausgeht. Diese Arbeit beginnt für mich am ersten Tag nach meiner Wahl und endet nicht nach Feierabend. Eine Monate andauernde, handlungsunfähige Schwebe im Rathaus wird es unter mir nicht geben. Denn Bürgermeister unserer Gemeinde zu sein, ist mein Traumberuf und eine Berufung zugleich. Schönaich ist für mich nicht austauschbar.

Mein Wahlprogramm habe ich deshalb unter das Motto „Ein starkes WIR in Schönaich“ gestellt. Gemeinsam mit allen Fraktionen des Gemeinderates, meinen Mitbürgern und der Verwaltung möchte ich ein Konzept „Schönaich 2030“ entwickeln und dann schrittweise umsetzen. Einige beispielhafte, wichtige und konkrete Ideen und Ziele möchte ich Ihnen heute Abend vorstellen.

Sie fragen sich sicher, warum ich in den nächsten Minuten derart leidenschaftlich über wirtschaftliche Themen zu Ihnen sprechen möchte! Konstante Gewerbesteuereinnahmen sichern den Erhalt wertvoller Institutionen unserer Gemeinde wie unsere Musikschule, unser Freibad, die Mediathek, die Kunst- und Werkschule und nicht zuletzt den Fortbestand unseres Jugendhauses. Außerdem schaffen Sie langfristig den dringend benötigten Handlungsspielraum, um uns neue Kindergärten leisten zu können und sichern unsere hohe Lebensqualität vor Ort.

Zu den vordringlichsten Aufgaben zählt für mich somit die aktive Wirtschaftsförderung in Schönaich. Diesbezüglich verfüge ich über die entscheidende, wirtschaftliche Expertise, Verhandlungsgeschick und kann mit Unternehmen auf Augenhöhe kommunizieren. Denn so sichere ich unter anderem den Fortbestand Ihrer Arbeitsplätze vor Ort.

Ich werde künftig für jeden Gewerbetreibenden und jeden Bürger als zuverlässiger Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Ein direkter Draht zum Bürgermeister und kurze Wege innerhalb der Verwaltung sind unerlässlich. Nicht nur, um für neue Ansiedlungen attraktiv zu sein.

Doch damit ist es nicht getan. Gemeinsam mit den bestehenden Firmen und Geschäften möchte ich langfristige Entwicklungsperspektiven und Ziele definieren: Wo sieht sich ein Schönaicher Betrieb in 5-10 Jahren? Welche Flächen werden zukünftig benötigt, um erfolgreich wachsen zu können? Wie muss die Verkehrsanbindung gestaltet sein? Auf diese Fragen habe ich nicht nur Antworten, sondern bereits vorausschauende Lösungen erarbeitet. Beispielsweise werde ich stetig unser Gewerbegebiet an die aktuellen Bedürfnisse anpassen und so Freiräume für Wachstum schaffen.

Meine Damen und Herren. Ich stehe hier vor Ihnen für Transparenz, Ehrlichkeit und Empathie für meine Mitbürgerinnen und Mitbürger. Für ein Rathaus, das sich Ihrer Sorgen, Nöte und Bedürfnisse annimmt und darauf umgehend mit kompetenten und praktischen Lösungen reagiert. Ich schätze mich glücklich, Teil einer Gemeinde zu sein, in der ich dieser verantwortungsvollen Aufgabe nicht allein gegenüberstehe, sondern in der ich Hand in Hand mit den Vereinen, Kirchen, den karitativen Einrichtungen und ehrenamtlichen Initiativen unsere Zukunft gestalten kann. Schönaichs Stärke liegt für mich im herausragenden Einsatz seiner Bürger für Ihre Gemeinde. Das Engagement meiner Mitbürgerinnen und Mitbürger verdient unsere höchste Anerkennung. Als Bürgermeister möchte ich Ansprechpartner sein für Projekte und administrativ alle Weichen für deren Erfolg stellen.

An diesem Punkt möchte ich noch einmal zu meinem klaren Ziel, einer soliden Haushaltsplanung zurückkehren. Denn dieses steht für mich in einer Linie mit einer langfristig, positiven Entwicklung unserer Gemeinde. Ich werde alle bestehenden Verträge, alle zukünftigen Maßnahmen auf ihr Potenzial abklopfen, ob ich dadurch Kosten einsparen oder Fördergelder nach Schönaich holen kann. Jede Baumaßnahme innerhalb unserer Gemeinde wird unter Berücksichtigung der jetzigen Haushaltslage Chefsache sein. Aus diesem Grund werde ich täglich vor Ort sein, um mich und Sie als Bürger über Fortschritte zu informieren. Denn das spart Zeit, Kosten und Ressourcen.

Bei Bauprojekten werde ich künftig die Bedürfnisse der Anwohner, des Einzelhandels und unserer Gemeinde in Einklang bringen. Bauzeiten von mehreren Monaten wie im vergangenen Jahr beim Neubau der Bahnhofstraße oder der Böblingerstraße sind nicht akzeptabel. Das große Interesse an Bauprojekten wie der Berg- und Gartenstraße zeigt: Eine Nachverdichtung mit großen Blockbauten wird von der Bevölkerung abgelehnt. Ich stehe für eine moderate und angepasste Nachverdichtung. Der ansprechende Charakter unserer Gemeinde muss erhalten bleiben. Lassen Sie mich an dieser Stelle noch kurz hinzufügen: Der Kreisverkehr am Eichle kommt! Und jedes von Ihnen gemeldete Schlagloch wird gestopft.

Ein weiterer wichtiger Aspekt unseres täglichen Lebens ist die wohnortnahe Versorgung. Ein Beispiel: Geschäfte und Ärzte müssen zu Fuß erreichbar bleiben. Bei der Neugestaltung von Verkehrswegen lege ich großen Wert darauf, dass diese barrierefrei und uneingeschränkt nutzbar sind. Für Senioren wie Familien in Schönaich ist bezahlbarer Wohnraum lebensnotwendig. Wird hier künftig ein neues Baugebiet erschlossen, sind bezahlbare Wohnungen und Bauplätze fester Bestandteil meiner Planung.

Zum Schluss möchte ich auf einen mir besonders am Herzen liegenden Punkt kommen: Kinderbetreuung! Ich mache mich stark für den Erhalt unserer Schullandschaft, deren gute Ausstattung sowie für eine bedarfsgerechte Kernzeitbetreuung unserer Schulkinder.

Als Erstes nehme ich die notwendige Flexibilität und Verlässlichkeit für Familien und Alleinerziehende in Angriff. Die Gemeinde sollte keiner Familie ein bestimmtes Betreuungsmodell vorschreiben und stattdessen Platz für individuelle Bedürfnisse schaffen. Aus zahlreichen Gesprächen mit berufstätigen Müttern weiß ich beispielsweise, dass gerade bei der Ferienbetreuung in Schönaich dringender Handlungsbedarf besteht.

In der Vergangenheit habe ich alle Frauen meiner Familie in Sachen Kinderbetreuung unterstützt, wo es nur ging, damit diese ihr Studium abschließen und ihrer Berufstätigkeit nachgehen können. Auch wenn das hieß, dass ich nach Feierabend mit Kinderwagen und einer Horde Kleinkinder auf dem Spielplatz saß, anstatt mich selbst verwirklichen zu können.

Nicht nur in Afrika gilt: Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf. Diese Aufgabe darf in Schönaich nicht allein an jungen Familien hängen bleiben! Ich setzte mich dafür ein, dass Eltern, die eine verlässliche Ganztagesbetreuung benötigen, diese auch vorfinden! Zukünftig reicht darum die Schaffung von neuen Kindergarten- und Krippenplätzen allein nicht aus, sondern wir als Gemeinde müssen zudem bestehende Ganztagsangebote erweitern!

Wiederholt habe ich hier und heute Abend mein erklärtes Ziel kundgetan, Schönaich mit allen Bewohnern gemeinsam und gleichberechtigt zu gestalten. Dazu zähle ich jedoch auch unsere amerikanischen Nachbarn, die hier Wohnraum beanspruchen, Plätze in unserer Kinderbetreuung und sozialen Einrichtungen in Anspruch nehmen und wie jeder Schönaicher Hundebesitzer mit Ihrem Haustier beim Spaziergang durch unsere Gemeinde anzutreffen sind. Wir leben hier in Schönaich internationale Beziehungen auf kleinstem Raum. Da gibt es immer Spannungen. Aber mit größtem diplomatischen Einfühlungsvermögen sowie mit Willen und Durchsetzungskraft zum Wohl unserer Gemeinde werde ich mit den amerikanischen Streitkräften verhandeln, wie zukünftig von unseren Steuergelder bezuschusste Annehmlichkeiten erstattet werden können. Jeder, der hier lebt, sollte die gleichen Chancen erhalten und Lasten dürfen nicht einseitig verteilt werden!

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

lassen Sie uns als Schönaicher voranblicken. Ich werde mit Ihnen gemeinsam für das Wohl unserer Gemeinde kämpfen. Gehen Sie am 12. November zur Wahl. Schenken Sie mir Ihr Vertrauen. Ich, Jens Beranek, möchte Ihr nächster Bürgermeister werden. Vielen Dank.

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