Süße Versuchung aus Schönaichs Keller

Süße Versuchung aus Schönaichs Keller

Wussten Sie, dass ich ein riesig großer Schokoladen-Fan bin? Umso mehr begeistert mich die Erfolgsgeschichte der Schönaicherin Christina Messer, die vor knapp einem Jahr den Schritt in die Selbstständigkeit wagte: Im Keller ihres Hauses in der Schubertstraße im Schönaicher Westen zaubert sie süße Versuchungen aus veganer Bio-Schokolade. Jedes einzelne Stück pure Schönaicher Handarbeit. Ich besuche Christina Messer in ihrem Zuhause, spreche mit ihr über Handwerk und Selbstständigkeit und tauche ein in die Welt ihrer Schokoladen-Manufaktur „Mandorla Chocolate“. Kommen Sie mit?

Vor knapp eineinhalb Jahren verlor Christina Messer ihr Herz an ein altes Schönaicher Häuschen in der beschaulichen Schubertsstraße. „Der Makler meinte bei der ersten Besichtigung, das Haus sei absolut wertlos. Das würde er abreißen. Das lohnt sich nicht mal zum Anschauen“, so Christina Messer. Stattdessen plant der Immobilienmakler eine profitable Nachverdichtung: Zwei Doppelhaushälften sollen hier auf dem kleinen Grundstück entstehen.

Doch für Familie Messer ist schnell klar: Ein keines Häuschen von 1953 ist renovierungsbedüftig. Aber da lässt sich doch was machen, oder? Und sie irren sich nicht. Zum Glück sieht das auch der private Verkäufer so, der sein Haus parallel zum Makler privat inseriert.

 

Ein altes Schönaicher Häuschen – Versuchung mit Potenzial

Wenig später zieht die Familie ein: „Es wäre eine Schande gewesen, so ein Haus abzureißen.“ Viele Details des Nachkriegshäuschens erhält sie im Original, wie beispielsweise die Fließen im Eingangsbereich, die charmante Holztreppe und natürlich ihr persönliches Highlight: der Keller! Denn dieser bietet genau das, was Christina Messer überall gesucht hat. Ein kühles Tonnengewölbe, mit Kalk verputzt und idealem Klima zur Lagerung von Schokolade, Zutaten und Co.

Der Start in die Selbstständigkeit – gar nicht so einfach

Alle räumlichen Voraussetzungen sind erfüllt. Christina Messer stattet sorgfältig ihre Gewerbeküche im Keller aus, kauft Zutaten ein und geht zum Rathaus: „Ich möchte mich selbstständig machen und in meinem Keller eine Schokoladen-Manufaktur gründen.“ Zuallererst reagierten die Mitarbeiter verwirrt. Wer ist denn für so eine Frage verantwortlich? Darf man das überhaupt? Und wenn ja, in einem Wohngebiet?

„Es war gar nicht so einfach den richtigen Ansprechpartner auszumachen. Doch nach ein paar Telefonaten ging es rasch weiter,“ so Christina Messer. Um einen zentralen Ansprechpartner wäre sie froh gewesen. Ich frage sie, ob ein einfach verständlicher Leitfaden mit einer Schritt-für-Schritt-Liste in die Selbstständigkeit künftig hilfreich wäre. So etwas würde ich gerne im Rathaus verwirklichen. Denn jeder Gewerbetreibende ist für unsere Gemeinde wertvoll. „Das würde in der Tat für viele den Schritt in die Selbstständigkeit vereinfachen.“ 

Dann geht plötzlich alles doch ganz schnell. „Ehe ich es mich versah, konnte ich loslegen.“ Die Ideen gehen der Schönaicherin nicht aus: Pralinen, Schokoladen, Taler. Minutiös bereitet sie feinste Zutaten und hochwertigen Roh-Kakao zu kleinen Köstlichkeiten zu. „Probieren Sie mal meine neue Weihnachtskreation.“ Da kann ich in der Tat nicht widerstehen. Hm, schmeckt nach Lebkuchen.

Die Nachbarn im Wohngebiet nehmen´s sportlich

Wie stehen denn die Nachbarn zum neuen Kellergewerbe in der Straße, möchte ich wissen. „Die nehmen das ganz sportlich. Auch wenn der Vibrationstisch schon laut werden kann. Ich bemühe mich aber sehr, dass ich das Gerät nur zu verträglichen Zeiten einschalte.“ Ansonsten verträgt sich nicht nur an dieser Stelle in Schönaich Kleingewerbe im Wohngebiet gut mit den Interessen der Anwohner (siehe meinen Beitrag zum Neubaugebiet Westrand). Ein Konzept, dass für jeden in Schönaich erreichbar sein sollte. Dafür braucht es in Zukunft einen konkreten Ansprechpartner, der freundlich und kompetent weiter hilft.

Zu guter Letzt ein Blick in die süße Zukunft

Christina Messer arbeitet engagiert am Ausbau ihres kleinen Unternehmens. „Sogar von einem namhaften Kaffeeproduzenten hatte ich bereits Besuch in meiner Schokoladenküche. Der kommt aus Südamerika und ist schon lange auf der Suche nach einer Manufaktur wie dieser. Nach Produkten aus echtem Roh-Kakao und der Sorgfalt liebevoller Handarbeit.“ 

Die Schönaicherin blickt optimistisch in die Zukunft: „Mir fallen ständig neue Sorten ein. Und je umso mehr man davon probiert, desto besser wird das Geschmackserlebnis.“ Dem kann ich aus vollstem Herzen zustimmen. Wenn es nach meiner Liebe für Schokolade ginge, würde ich aus diesem Schönaicher Keller wohl nicht mehr herausfinden. „Nehmen Sie noch eine Kleinigkeit auf den Weg mit. Dann fällt der Abschied nicht so schwer.“ Keine Sorge, Frau Messer, ich komme wieder. Denn die Versuchung ist zu groß und Ihre Schokolade einfach zu gut!

 


Weitere Infos & mehr zu Schönaichs einzigartiger Schokoladen-Manufaktur finden Sie auf der Internetseite von Mandorla.

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