300 neue Medien für die Mediothek Schönaich

300 neue Medien für die Mediothek Schönaich

Freitag Mittag gegen kurz nach drei. In der Mediothek in Schönaich klingelt das Telefon: „Hallo, hier spricht Jens Beranek. Ich weiß Sie sind derzeit etwas knapp bei den Neuanschaffungen. Ich habe ja versprochen, ich denke mir etwas aus. Was halten Sie von 300 neuen Medien? (Pause) Wann könnte ich die vorbei bringen?“ 

Auf der anderen Seite der Leitung ist es kurz ganz still. Die Zahl muss erst mal sacken. 300 neuen Medien! „Am liebsten sofort!“, lautet die prompte Antwort von Gabriele Goldbach am anderen Ende. Ich höre die Freude und die Aufregung durch. Genauso wie Spannung und Erleichterung. Also mache ich mich auf direkt auf den Weg. Mit einem großen Kombi randvoll mit neuem Lesestoff, Filmen, CDs und noch vielem mehr

Wie es dazu kam, woher die Spende an die Mediothek stammt, erfahren Sie nun in diesem Beitrag.

Nur ein Haus voller Bücher? Das ist noch lang nicht alles!

Jens Beranek Bürgermeisterwahl Mediothek Schönaich

Nicht nur für eine Leseratte wie mich absolut klar: Unsere Mediothek ist so viel mehr als nur ein Haus voller Bücher! Für Groß und Klein in Schönaich ist sie eine der wichtigsten, kulturellen Anlaufstellen: Mit unzähligen Projekten zur Leseförderung unserer Kinder, mitreißendem Geschichtenvorlesen für die Kleinsten, Bastelaktionen bis hin zu Konzerten und Theater… Umso mehr betrübt mich, dass unsere Gemeinde in den vergangenen Jahren kaum noch finanzielle Mittel für die Mediothek bereit stellen konnte.

Das spiegelt sich nicht nur in den gekürzten Öffnungszeiten wieder. Nicht nur ich stand im vergangenen Jahr das ein oder andere Mal vor verschlossner Tür. Sondern vor allem im Bücherbestand, bei den Cds und Filmen. Eigentlich allen Medien. Denn Geld für Neuanschaffungen ist kaum noch vorhanden; man ist auf private Spenden angewiesen, den eigenen Bücherflohmarkt oder direkte Einnahmen aus Mahn- und Überziehungsgebühren.

Da muss sich doch was ändern! Als Bürgermeisterkandidat bin ich vor der Wahl leider noch nicht im Stande, am Budget zu drehen. Aber wie ich bereits in meinem Lebenslauf betont habe: Ich bin überaus ideenreich mit kleinsten Mitteln irgendwoher Großes zu organisieren. Ein Talent, dass ich bei der Bundeswehr erlernen durfte.

 

Ein Bücherwurm ist erfindungsreich, zwei noch mehr

Jens Beranek Mediothek Scönaich Wahlkampf 2017 Spende Bücher Lesen
Bunt sortierte Mischung für unsere Mediothek.

Ich persönlich bin ein absoluter Bücherwurm und verschlinge mindestens ein bis zwei Bücher pro Woche. Sie können sich also vorstellen, wie es bei mir zuhause aussieht: Da stapeln sich die Bände sogar unterm Bett. Zugegebenermaßen gerade mehr über Baurecht als über epische Erzählungen. Dennoch: Bücher haben Zauber in sich, Wissen, Weite. 

Diese Leidenschaft teile ich mit meiner gesamten Familie. Schon den Kleinsten lese ich gerne vor und bin begeistert, ihre erwachende Freude an Büchern hautnah mitzuerleben.

Und mit meinen besten Freunden. So kommt es nicht von ungefähr, dass einer meiner engsten Freunde Bibliothekar ist. Bei einem gemeinsamen Treffen hake ich nach, wie das mit den Neuanschaffungen bei Ihm so abläuft. Vielleicht entdecke ich ja ein Detail, das uns hier in Schönaich weiter helfen könnte?

„Stell dir vor, Jens. Wir schaffen zwar viele Bücher kostspielig neu an. Aber wir bekommen wirklich viele Bücherspenden. Die meisten Bücher und Medien sind Lieblingsstücke. Die möchten die Leser mit anderen teilen. Darum schenken Sie uns ihr Exemplar. Manche haben wir aufgrund unserer breiten Aufstellung schon.“ So stehen dann doppelte Exemplare in Kartons herum und harren einer ungewissen Zukunft.

 

 

Vier große Umzugskartons machen den Anfang

Zurück zum Freitagnachmittag in der Mediothek: Vier große Umzugskartons randvoller Medien machen den Anfang. Frau Goldbach freut sich sichtlich. „Sollen wir da nicht gleich mal rein spickeln?“ Ja, sollen wir. Ich spreche an, woher die Bücher kommen.

Jens Beranek Mediothek Scönaich Wahlkampf 2017 Spende Bücher Lesen
Nicht nur Schoko Superponny begeistert meine Familie..

Und während Frau Goldbach, mein Bruder (der hatte sich bereit erklärt beim Schleppen zu helfen) und ich noch weiter wie kleine Kinder an Weihnachten durch die Kartons stöbern, kommen von der anderen Seite aus der Mediothek meine Nichten und Neffen angerannt. Selbst der Kleinste, gerade mal 15 Monate, wankt mit einem großen Bilderbuch in der Hand schwankend, konzentriert aber selig hintendrein. Alle strahlen: „Onkel Jens, es gibt sogar die Haferhorde mit Schoko Superponny! Mindestens 1000 Millionen Stück!“ Wie könnte man dieses Glück in Schönaich nicht fördern, wie und wo es nur geht? Ich für meinen Teil werde es tun.

Kommentar verfassen