Wie geht es weiter mit dem Haus Laurentius?

Wie geht es weiter mit dem Haus Laurentius?

Durch meine bisherige, langjährige Tätigkeit in unserem Schönaicher Familienbetrieb, den Apotheken im Ort, war ich in den vergangenen Jahrzehnten regelmäßig, teils sogar täglich im Haus Laurentius in Schönaich präsent. Ich kenne also den Zustand des Gebäudes, die Qualität der Einrichtung und der Pflegesituation aus unzähligen Besuchensowohl von Seiten der Bewohner, als auch des Pflegepersonals. 

Wie bereits in meiner Vorstellungsrede am 26. Oktober 2017 in der Gemeindehalle angesprochen, stellt das Pflegezentrum nicht erst seit kurzem ein großes, finanzielles Problem dar: Die Gemeinde kann sich kaum die Instandhaltung des Pflegeheims leisten. Geschweige denn langfristig in die Qualität der Einrichtung zu investieren. Jährlich fließen bisher rund 500.000 Euro allein in Wartungs- und Instandhaltungskosten. Finanzmittel, die an anderer Stelle in Schönaich dringend benötigt werden.

Wie geht es also nach meiner Wahl zum Bürgermeister mit dem Haus Laurentius weiter? Was geschieht mit den Bewohnern, den Mitarbeitern und der Pflege! Ich liefere Ihnen an dieser Stelle konkrete Antworten auf Ihre Fragen!

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Ein Beispiel aus dem Alltag

 

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Verkaufen oder langfristig Verluste schreiben?

Sicher können Sie sich vorstellen, Sie seien der fürsorgliche, langjährige Mieter einer Immobilie? Seit langem kann sich ihr Vermieter aufgrund finanzieller Engpässe jedoch kaum noch die ein oder andere kleine Reparatur an Ihrer Wohnung leisten. Die Folge: Der Zustand ihrer Wohnung nimmt rapide ab und verliert an Wert. Auch das Mietverhältnis wird langfristig getrübt, denn Sie beanstanden immer wieder Defekte und werden vertröstet. Wie geht die Geschichte wohl aus? Suchen Sie sich eine neue Wohnung? Oder überlegen Sie sich dem Vermieter die Wohnung abzukaufen?

Im ersten Fall haben alle – sowohl Mieter als auch Vermieter – den Kürzeren gezogen. Der Vermieter erhält keine Einnahmen mehr, kann sich keine Modernisierung mehr leisten und wird es schwer haben, einen neuen fürsorglichen Mieter zu finden. Sie selbst als Mieter haben Ihre Wohnung verloren, in der Sie eigentlich gerne weiter gelebt hätte und alt geworden wären.

Im zweiten Fall gewinnen sowohl Mieter als auch Vermieter: Sie als Mieter können nun selbstverantwortlich in Ihre Immobilie investieren. Und damit langfristig ihren Wert erhalten oder sogar noch erhöhen. Ihre Motivation dies zu tun, ist groß. Vielleicht planen Sie sogar noch einen schönen, neuen Anbau? Der Vermieter hingegen trägt nun nicht mehr das finanzielle Risiko, dass er bereits zuvor nicht mehr stemmen konnte.

Wie würden Sie sich also in diesem Beispiel entscheiden?

 

Kurz zu den Fakten zum Haus Laurentius

 

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Nur noch das Gebäude des Hauses Laurentius liegt in der Hand der Gemeinde Schönaich.

 

Das Gebäude, die Immobilie an sich, gehört aktuell der Gemeinde. Diese ist mit hohen Schulden belegt. Jahr für Jahr betragen die laufenden Kosten rund 500.000 Euro. Wenn man jedoch die Hochrechnung des Gemeindehaushalts genau verfolgt, steigen diese Kosten in wenigen Jahren auf bis zu 750.000 bis 1 Million Euro pro Jahr.

Die Pflege der Bewohner deckt allerdings bereits seit langem ein privater Träger ab und liegt nicht in der Hand der Gemeinde. Auch die Pflegekosten werden mit dem privaten Träger verrechnet und fließen nicht in den Gemeindehaushalt.

Würde die Gemeinde also das Gebäude beispielsweise dem privaten Träger zum Kauf anbieten, hätte dieser weit größeres Interesse, die Qualität der Einrichtung und der Immobilie langfristig zu erhalten. Sogar mehr: Ein Besitzer pflegt, erhält und investiert in seine Immobilie in der Regel weitaus konsequenter!

 

Das Seniorenheim wird nicht „eingestampft“

 

Mancher Mitbürger befürchtet, das Pflegeheim werde nach dem Verkauf geschlossen. Doch niemand – erst recht nicht ich! – spricht im Fall des Hauses Laurentius davon, dieses abzureißen oder einzustampfen! Im Gegenteil: Der entscheidende Punkt – die tatsächliche Pflege, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Arbeitsplätze sowie der gesamte laufende Betrieb – ist bereits seit langem privatisiert. Träger des Pflegeheims ist die evangelische Heimstiftung – weitere Informationen zu dieser Stiftung finden Sie an dieser Stelle.

Jetzt wäre es nur konsequent und für den Gemeindehaushalt wichtig, auch die Immobilie, sprich das bloße Gebäude an sich an die evanglische Heimstiftung abzutreten.

 

Langfristig steigt die Qualität der Einrichtung

 

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Pflege & Modernisierung gehen Hand in Hand.

Auf kurze wie lange Sicht gesehen, kann sich die Gemeinde keine (großen) Modernisierungen für das Haus Laurentius leisten. Im Gegenteil: die Gemeinde knapst bereits bei den Instandhaltungskosten an ihrer Belastungsgrenze, während an vielen anderen Stellen in der Gemeinde Summen solcher Höhe (500.000 Euro/Jahr plus) dringend benötigt werden!

Nur eine vollständige Privatisierung verhindert langfristig den Verfall des Gebäudes und sichert den hohen Pflegestandard unseres Pflegeheims! Dieser Weg ist bereits zur Hälfte gegangen. Es ist nur folgerichtig, ihn bis zum Ende zu gehen. So wie es die meisten anderen Gemeinden in Deutschland bereits getan haben. Denn im besten Fall kommt es sogar zu einer Erweiterung der Einrichtung: dies schafft mehr Pflegeplätze und zudem neue Arbeitsplätze in unserer Gemeinde.

 


Noch Fragen offen?

Mehr Informationen finden Sie unter meiner Rubrik „Senioren“.

Für weiterreichende Fragen stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, diese zu stellen!

 

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