Zeit zu handeln

Zeit zu handeln

Ich rede nicht gerne um den heißen Brei herum. Das ist Ihnen vermutlich bereits bei meiner Rede zur Kandidatenvorstellung aufgefallen. Ich bin auch kein Mann großer Worte. An diesem Talent muss ich zugegebenermaßen noch arbeiten, aber zum Glück ist das Trainingssache.

Vor allem spreche ich nicht gern über reine Theorie, wenn die Zeiten in Schönaich endlich konkrete Taten erfordern. Oder schlicht einen Schlussstrich. Bewusst zu sagen: Jetzt ist es dann auch mal gut mit der Vorstellerei. Dazu hatten wir, die Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters, genügend Raum in den vergangenen Wochen.

Darum möchte ich Ihnen gerne an dieser Stelle die folgende Frage beantworten: Warum werde ich einer erneuten, neuerdings „Kandidaten-Check“ genannte Presserunde an diesem Wochenende nicht beiwohnen?

Warum stehe ich lieber zu meinem Wort, dass ich meinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern vor knapp zwei Wochen auf der Straße gegeben habe? Dass ich derjenige bin, dem es tatsächlich um Schönaich geht! Auch wenn das bedeutet, dass ich dann einer erneuten Möglichkeit zur Selbstdarstellung nicht beiwohnen kann.

Wer mich und meine Ziele bislang noch nicht persönlich kannte, kann und konnte dies an einer Vielzahl von Gelegenheiten nachholen:

  • in Berichten der Lokalzeitungen (darauf komme ich später zu sprechen)
  • im Blättle der Gemeinde
  • bei der offiziellen Vorstellung in der Gemeindehalle 
  • einfach so auf der Straße
  • bei zahllosen Veranstaltungen im Ort (siehe die amüsanten Berichte im Wahltagebuch)
  • in sozialen Einrichtungen, bei Festen, bei der Feuerwehr, Seniorenbegegnung, Mediothek bis hin zu Sportturnieren, …
  • zuletzt bei meinen Schwerpunkt-Veranstaltungen (Finanzen, Jugend, Nachverdichtung, Verkehr)
  • auf Ortsrundgängen und Bürgergesprächen vor Ort
  • oder im Bürgerforum

Nur um Ihnen ein paar Beispiele zu nennen – schauen Sie doch mal in meinen Kalender! Oder folgen Sie den kurzweiligen Beiträgen meines Wahl-Tagebuchs, das mich stetig begleitet.

„Wem traue ich zu, dass es ihm wirklich um Schönaich geht?“

Bei der Bürgermeisterwahl wählen Sie als Bürger direkt einen der Ihren. Nicht ein Programm oder leere Phrasen ohne Bezug zum Leben vor Ort, die sich so in jeder anderen Gemeinde in Deutschland wiederholen ließen.

Sondern einfach und ganz praktisch nach der Frage: „Wem traue ich zu, dass es ihm wirklich um die Gemeinde geht? Dass er die Menschen hinter den Zahlen nicht aus Ehrgeiz vergisst?“

 

Journalismus auf überschaubarem Niveau

Jens Beranek Berichterstattung Presse Wahl 2017 SchönaichJournalistisch gesehen, passiert hier recht wenig in diesem Wahlkampf: „Mich wundert es sehr, dass über die Wahl in Schönaich so wenig und nahezu inhaltsleer berichtet wird. Bei uns kommt zu jeder Bürgermeisterwahl in einem 2000 Seelen Dorf mehr in den Zeitungen, erklärt mir Dr. Tobias Benz, Bürgermeister der Gemeinde Grenzach-Whylen und ehemals Journalist der Badischen Zeitung. Im Grunde genommen hat er recht.

Dem Lokalreport gehen die Ideen aus, ein Kandidat nach dem anderen „wirft seinen Hut in den Ring“. Danach werden eventuell noch die Namen der sechs Bewerber aufgezählt. Meist fällt dann das ein oder andere Detail bei dem ein oder anderen Kandidaten unter den Tisch: Es scheint manchmal schwierig den Überblick zu behalten, wer da was von Beruf ist. Oder wer sich eigentlich in welcher Reihenfolge für das Amt des Bürgermeisters beworben hat. „Nach unabhängigen journalistischen Standards betrachtet, sollte jeder Bewerber in etwa die selbe Textlänge erhalten. Dasselbe gilt für Bildmaterial und Fotos“, so Dr. Tobias Benz.

Auch korrektes, journalistisches Zitieren von Kandidatenreden bedeutet, dass man nicht einfach Satzteile beliebig aussparen kann, damit aus…

„Ich werde künftig für jeden Gewerbetreibenden und jeden Bürger als zuverlässiger Ansprechpartner zur Verfügung stehen“ (Rede Jens Beranek) ein“Weiter will er Ansprechpartner für Gewerbetreibende sein“ wirdÜberraschenderweise fallen so in der lokalen Kreiszeitung die Bürger mal schnell zugunsten des Gewerbes unter den Tisch.

Die Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten widmen sich sogar noch weit weniger der eigentlichen Kandidatenvorstellung oder der anstehenden Wahl und berichtet stattdessen lieber erneut über den Abschied unseres amtierenden Bürgermeisters, Herrn Heizmann (Artikel hier.)

Auf Nachfrage bei der Chefredaktion betreffender Lokalzeitung in Böblingen, habe man sämtliche Einladungen zu Veranstaltungen nicht erhalten, Pressemitteilungen ebensowenig. „Wir lassen uns hier nicht vorwerfen, Parteipropaganda zu veröffentlichen“, so der Tenor der Lokalredaktion der KRZBB. Passiert ist nach dieser Nachfrage einer Journalistin, ehemals im Vorstand der Deutschen Jugendpresse nichts. Vier von sechs Kandidaten in Schönaich gehen journalistisch betrachtet sehr leer aus.

 

Aus Podiums-Diskussion wird „Kandidaten-Check“

Letztendlich resultiert folgendes: Die KRZBB erhebt ihre ursprünglich den Kandidaten gegenüber angedeutete Podiums-Diskussion“ zum „Kandidaten-Check“. Das unter meiner Leitung initiierte Bürgerforum zum Thema „Verkehr, Lärm & Sicherheit“ am Samstag, 4. November 2017 im Bürgersaal des Bürgerhauses wird leider mit keinem Wort erwähnt. (Mehr zu dieser Veranstaltung erfahren Sie hier.) 

Doch die schriftlichen Einladungen für das Bürgerforum sind bereits gedruckt und verteilt. Ich frage Sie nun konkret: Wie viel könnten Sie noch von meinem Wort halten, wenn ich dieses einfach so abblase, nur weil der Rummel einer erneuten Presseschlagzeile ruft? Nicht gerade viel, oder?

 

Terminüberschneidung mit dem Bürgerforum „Verkehr“

 

Bürgerforum Einladung Jens Beranek 4.11.17 Bürgerhaus Bürgersaal Bürgerbeteiligung

 

Ich habe meinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern das ausdrückliche Versprechen gegeben, ein Bürgerforum zum Themen-Brennpunkt noch vor der Wahl zu veranstalten. Dieser Zeitraum ist mittlerweile knapp bemessen. Und ich gedenke und werde dieses Versprechen unbedingt halten.

 

Es ist an der Zeit, endlich praktisch zu handeln

Es ist mir immens wichtig, mich nach Wochen der theoretischen Vorschläge und konkreten Ideen im Wahlkampf nun mit weiterführenden, praktischen Themen auseinanderzusetzen. Diese bewegen täglich viele Bürgerinnen und Bürger. Statt mich wieder und wieder auf der Stelle zu drehen. Oder meine bereits schon sehr prägnanten und deutlichen Aussagen zur finanziellen Situation unserer schönen Gemeinde sowie eine ganze Reihe konkreter Lösungsvorschläge endlos zu wiederholen.

Sie, liebe Wählerinnen, liebe Wähler, sind es unbedingt Wert, dass man Sie mit tatsächlichen Taten überzeugt! 

Wenn Sie mehr zum Bürgerforum erfahren wollen, finden Sie hier weitere Informationen sowie meine herzliche Einladung!

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